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Was ist Johanniskraut?

Johanniskraut ist eine Heilpflanze, die seit 2.000 Jahren für ihre positiven Wirkungen bekannt ist. Obwohl sie lange Zeit fast in Vergessenheit geraten war, erlebt sie in den letzten Jahrzehnten ein regelrechtes Revival. Mediziner schätzen sie vor allem für ihre stimmungsaufhellende, antidepressive und beruhigende Wirkung.

Allerdings scheint Johanniskraut auch die Wundheilung zu verbessern, das prämenstruelle Syndrom zu lindern, Burnout-Patienten zu helfen und wird auch gegen Spannungsschmerzen und psychovegetative Störungen eingesetzt. Man spricht von einem sog. Phyto-Psychopharmakon, d.h. einem pflanzlichen Psychopharmakon, das zwar ebenfalls Nebenwirkungen aufweist (keine Wirkung ohne Nebenwirkungen!), aber nicht in dem Maße wie synthetische Präparate.

Im Folgenden findest Du einige Informationen über Johanniskraut, wobei im Einzelfall zu überlegen ist, ob Du bei zutreffenden Beschwerden nicht mit Deinem Arzt darüber sprechen solltest.

Die Pflanze

Johanniskraut ist vor allem in Europa und Westasien zu finden. Bekannt sind fast 400 verschiedene Arten, aber medizinisch interessant ist das Hypericum perforatum L., wie die botanische Bezeichnung lautet. Es handelt sich um eine circa 60 cm hohe krautartige Pflanze mit auffallenden gelben Blüten mit kleinen schwarzen Punkten und einer Vielzahl von durchscheinenden Staubblättern. Sie gedeiht vor allem an trockenen, sonnigen Standorten wie trockenen Wiesen, sonnigen Hängen und an Rändern von Wäldern.

Johanniskraut beginnt „zu Johanni“ zu blühen, d.h. zur Zeit der Sommersonnenwende Ende Juni. Daher resultiert der Name. Obwohl es sich um eine traditionelle Wildpflanze handelt, wird Johanniskraut heute gezielt kultiviert, da die medizinische Wirksamkeit von der Konzentration der Inhaltsstoffe in der Pflanze und von den Böden abhängt. Erhältlich ist es mittlerweile fast ausschließlich als Fertigpräparat auf Basis alkoholischer Auszüge (Dragees, Kapseln etc.). Werden zermahlene Johanniskraut-Blüten mit Olivenöl übergossen, erhält man Johannisöl (Oleum hyperici), das als Wundöl bei Verbrennungen Einsatz findet.

Medizinische Wirksamkeit

Nach wie vor ist nicht geklärt, welche Bestandteile des Johanniskrauts eine Wirkung haben. Die Wirksamkeit ist aber vor allem hinsichtlich leichter bis mittelschwerer Depressionen und Winterdepressionen mittlerweile unbestritten.

Das Interessante ist dabei, dass Johanniskraut im Gegensatz zu chemischen Antidepressiva alle drei relevanten Botenstoffe im menschlichen Gehirn, die Auswirkung auf die Stimmungslage haben, zu beeinflussen scheint: das Dopamin, das Serotonin und das Noradrenalin.

Aufgrund der nachgewiesenen Wirksamkeit ist aber zu berücksichtigen, dass es auch zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen kann, vor allem wenn Johanniskraut hochdosiert und über einen längeren Zeitraum angewandt wird. Deswegen findest Du hier in einem kurzen Überblick über Pro & Contra, was aber unbedingt mit dem Arzt abgesprochen werden muss, weil nur dieser die Vor- und Nachteile abwägen kann:

Vorteile:

  • stimmungsaufhellend auf natürlicher Basis
  • keine lebensgefährlichen Nebenwirkungen wie z.B. das Serotonin-Syndrom, das bei bestimmten chemischen Antidepressiva auftreten kann
  • deutlich verträglicher als synthetische Antidepressiva
  • keine Abhängigkeitsgefahr
  • kostengünstig

Contra:

  • pflanzlich heißt nicht unbedenklich
  • mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten (v.a. der Anti-Baby-Pille)
  • gesteigerte Lichtempfindlichkeit (v.a. bei hellhäutigen Personen)
  • eine fortschreitende Depression, die mit chemischen Antidepressiva behandelt werden sollte, wird möglicherweise nicht ausreichend behandelt

Falls Du erwägst, Johanniskraut auszuprobieren, sei nochmals angeraten, dies mit dem Arzt abzusprechen, auch wenn es Präparate frei verkäuflich gibt. Wissenschaftler sind sich mittlerweile einig, dass sich ein Versuch mit dieser jahrtausendealten Heilpflanze lohnen kann.

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